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Georessourcen

Eine der größten Herausforderungen in den Geowissenschaften ist das Verständnis der komplexen Austauschprozesse zwischen den unterschiedlichen Reservoiren der oberen kontinentalen Kruste, einschließlich der kritischen Zone[1]. Im Forschungszentrum soll der Schwerpunkt Georessourcen dazu beitragen die Austauschprozesse innerhalb und zwischen den Reservoiren besser zu quantifizieren sowie die Auswirkungen äußerer Einflüsse abzuschätzen. Ziel ist es so eine Grundlage für die Bewertung von und den nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Georessourcen – Lagerstätten, Boden und Wasser – zu liefern.

Die Austauschprozesse in und zwischen den Reservoiren haben beispielsweise zur selektiven Anreicherungen von Spurenelementen in bestimmten Bereichen der Erdkruste und zur Bildung von Lagerstätten geführt. In der kritischen Zone wiederum spielen Austauschprozesse eine wichtige Rolle für Verwitterungsprozesse und Bioaktivität in Böden. In allen Reservoiren spielt Wasser, als Georessource und/oder als Transportmedium für Elemente, eine entscheidende Rolle. Allen drei Georessourcen – Lagerstätten, Boden und Wasser – sind von großer Bedeutung, um die fundamentalen Bedürfnisse des Menschen zu befriedigen. Das Verständnis der Prozesse, die einerseits zur Bildung und andererseits zu einer Gefährdung der drei Georessourcen führen, ist von entscheidender Bedeutung für die Menschheit mit Blick auf einen nachhaltigen Umgang mit dem System Erde.

Üblicherweise werden die drei Georessourcen Lagerstätten, Boden und Wasser getrennt voneinander in den einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen untersucht (z.B. Geochemie und Geologie, Bodenkunde und Mikrobiologie, Hydrologie und Geophysik). Diese getrennten Ansätze sind allerdings nicht geeignet, um das komplexe Verhalten der Austauschprozesse, insbesondere in der kritischen Zone, im Gesamtkontext zu verstehen und vorherzusagen. Ziel der Zusammenarbeit innerhalb des Forschungsschwerpunktes ist es, die traditionellen Disziplinen der Geowissenschaften zusammenzuführen, um beispielsweise abiotische Prozesse in der Tiefe (Metallablagerungen, Transport in hydrothermalen Systemen, Isotopenverteilung) und biogeochemische Prozesse in den oberen Krustenstockwerken (z.B. Rolle von Organismen und toter organischer Substanz, Metalltransport in Böden und Sedimenten, Schadstoffeintrag ins Grundwasser und Schadstoffabbau) zu verstehen.


[1] Als kritische Zone definiert man dabei den Bereich der oberen Erdkruste, der durch Wechselwirkung mit Atmosphäre, Hydrosphäre, Biosphäre und Lithosphäre gebildet wird. Diese Zone reagiert besonders stark auf die Veränderung endogener (z.B. tektonische Prozesse), exogener (z.B. Klimawandel) oder anthropogener Parameter.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Georg Guggenberger
Institut für Bodenkunde
Leibniz Universität Hannover
E-Mail guggenbergerifbk.uni-hannover.de

Prof. Dr. Ulrich Heimhofer
Institut für Geologie
Leibniz Universität Hannover
E-Mail heimhofergeowi.uni-hannover.de

Prof. Dr. rer. nat. François Holtz
Institut für Mineralogie
Leibniz Universität Hannover
E-Mail f.holtzmineralogie.uni-hannover.de

Prof. Dr. Stefan Weyer
Institut für Mineralogie
Leibniz Universität Hannover
E-Mail s.weyermineralogie.uni-hannover.de